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Der Hafenbahnhof ist fast 100 Jahre alt. Es handelt sich dabei um ein Relikt der Anlagen der Altonaer-Ottenser-Industriebahn bzw. der Hafenbahn Altona. Die Errichtung des eingeschossigen Ziegelbaus, der in erster Linie als Werkstatt bzw. Aufenthaltsraum der Bahnwärter genutzt wurde, erfolgte nach Neuordnung des Rangierverkehrs durch Einrichtung einer Hafenbahnverwaltung 1909/10 und Elektrifizierung der Strecke 1913 im Zuge diverser Erweiterungsmaßnahmen nach dem Ersten Weltkrieg (ab 1919). Das alte Gleisbett ist direkt hinter dem Haus, allerdings ohne Gleise, und führt nach circa 200 Metern zum Schellfischtunnel, der unterirdisch am Bahnhof Altona endet. Er diente bis in die 70er Jahre als Bürogebäude für die Altonaer Hafenbahn. In den 80er Jahren wurde er als Übungsraum von Bands genutzt, um 2000 herum zog ein kleiner Kiosk ein der sich aber nicht lange hielt. Dann stand das Gebäude lange leer bis es 2005 entdeckt und am 1.5.2006 als „HAFENBAHNHOF“ Cafe, Bar, Live-Club eröffnet wurde. Weitere Links: http://kreuzblog.twoday.net/stories/1172623 http://bildarchiv-hamburg.de/hamburg/hafenelbe/elbufer/index6.htm
hafenbahnhof 1954
Historie Die Ursprünge der Hafenbahn, auch Schellfischbahn genannt, liegen um 1845. Die Kais des Altonaer Hafens wurden von der Fischauktionshalle bis zu Neumühler Hafen mit Bahngleisen verbunden. Erst 1876 wurde ein Tunnel gebaut, der die Hafenbahn mit dem Altonaer Bahnhof direkt verbindet - vorher wurde eine "Schiefe Ebenen" eingesetzt, auf der die Lasten den Elbberg hinauf beförderte. http://bildarchiv-hamburg.de/hamburg/bahnhof/hafenbahn/index.htm Altonaer Bahnhof Dieser erste Bahnhof Altona ist jedoch nicht mit dem heutigen Bahnhof identisch. Der damalige Bahnhof lag rund 500 Meter weiter südlich. Noch heute ist ein Teil des alten Bahnhofes erhalten: Die Südfront des heutigen Altonaer Rathauses oberhalb des Elbhangs besteht noch aus dem damaligen Bahnhofsgebäude. Der alte Altonaer Bahnhof bildete den südlichen Endpunkt der 105 Kilometer langen Eisenbahnverbindung zwischen Altona 66 und der Ostseemetropole Kiel. Um eine Verbindung zum Altonaer Fischmarkt 54 an der Elbe zu herzustellen, wurde 1845 am Elbhang ein Aufzug angelegt, der Güterwagen auf Rollböcken mithilfe eines Seilaufzugs zum Altonaer Bahnhof transportierte. Dabei beförderte der Aufzug die Wagen über eine 210 Meter lange Strecke mit einer Steigung von 15%. Im Jahre 1876 wurde der 395 Meter lange Schellfischtunnel oder Altonaer Hafenbahntunnel in Betrieb genommen, der nach und nach den Seilaufzug ersetzte und eine schnellere Möglichkeit zum Warentransport bot. Schließlich mussten 30 Meter Höhenunterschied überwunden werden. Diesen Massen konnte der alte Bahnhof nicht mehr gerecht werden. So kam es zur Planung eines neuen größeren Bahnhofes. An der alten Stelle war das Vorhaben auf Grund der bereits zu dichten Bebauung unmöglich, daher entschied man sich, den neuen Altonaer Bahnhof an dem heutigen Standort unterzubringen. An diesem Punkt liefen schon damals die drei Hauptlinien zusammen. Um den Bahnverkehr nicht zu behindern, wurde der Bau des neuen Bahnhofes in einzelne Bauabschnitte aufgeteilt und sukzessive zwischen 1893 und 1898 ausgeführt. Der alte Bahnhof wurde statt dessen durch einen Anbau erweitert und wird seitdem als Altonaer Rathaus 61 genutzt. Die rund 500 Meter lange Bahnlinie zwischen dem alten und dem neuen Bahnhof, die nun stillgelegt wurde, bildete eine breite Trasse, auf der der Platz der Republik 63 als neue Grünfläche angelegt werden konnte. Rund um den Park siedelten sich Häuser an. Auch der Schellfischtunnel wurde mit der Verlagerung des Bahnhofes auf eine Länge von 951 Metern verlängert. So stand der Tunnel weiterhin dem Güterverkehr zur Verfügung. Während des Zweiten Weltkrieges diente der Schellfischtunnel, dessen Südteil in den 1930er Jahren saniert wurde, als Luftschutzbunker für viele Einwohner und Hafenarbeiter. Schellfischtunnel Der Altonaer Hafenbahntunnel oder Schellfischtunnel ist ein Eisenbahntunnel in Hamburg-Altona. Er ist 951 m lang und verbindet den Altonaer Bahnhof mit dem unterhalb des Geesthangs an der Elbe gelegenen Altonaer Fischereihafen. Der Tunnel ersetzte eine oberirdische Verbindung, die 1845 in Betrieb genommen wurde, um den Warenumschlag zwischen Wasser und Schiene zu beschleunigen. Damals wurden die Güterwagen auf Rollböcke umgesetzt und per Seilaufzug – anfangs mit einem Pferdegöpel, ab 1849 mit Dampfkraft – über eine 210 m lange Schiefe Ebene mit 15%iger Steigung zum Bahnhof der 1844 eröffneten König Christian VIII. Ostseebahn geschleppt. Diese Aufzugseinrichtung war bis 1879 in Betrieb und gehörte ebenso wie die Bahnstrecke nach Kiel der Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft. Der eingleisige Tunnel wurde am 18. Januar 1876 auf einer Länge von 395 m zwischen dem Elbhang und dem Altonaer Bahnhof eröffnet. Er überwindet dabei einen Höhenunterschied von 30 m. Mit der Verlegung des Bahnhofs nach Norden an seinen heutigen Standort wurde auch der Tunnel bis 1895 entsprechend verlängert. Er wurde ausschließlich für den Güterverkehr genutzt. Der nördliche Tunnelmund auf der Ostseite des Altonaer Bahnhofs diente nach 1979 als LKW-Zufahrt zum Keller des benachbarten Kaufhauses; dabei handelte es sich um einen der wenigen unterirdischen Bahnübergänge weltweit. Der Tunnel folgt der Hauptverkehrsstraße Max-Brauer-Allee südwärts bis zum Neuen Altonaer Rathaus; kurz davor wird er von der Tunnelstrecke (City-S-Bahn) der S-Bahn unterquert. Auf Höhe des ehemaligen Altonaer Bahnhofs (Südflügel des heutigen Rathauses) schwenkt er nach Südwesten und tritt kurz danach unterhalb des Altonaer Balkons am steilen Geestabhang zu Tage. Unterhalb des Tunnels schloss sich das Gleisnetz der Altonaer Hafenbahn an, das an seinen Enden vom Union-Kühlhaus (inzwischen ein Wohnheim für betuchte Senioren) am heutigen Museumshafen Övelgönne im Westen bis kurz vor den Altonaer Fischmarkt im Osten reichte. Zwischen 1911 und 1954 war der Tunnel mit Oberleitung elektrifiziert. Der Strom wurde von der Hamburger S-Bahn bezogen, die zu dieser Zeit mit Wechselstrom betrieben wurde. Anfang der 1930er Jahre wurde das Tunnelgewölbe im von 1876 stammenden südlichen Abschnitt komplett erneuert. Der Tunnel diente während der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg vielen Altonaern als Luftschutzbunker. Nachdem 1992 der letzte gewerbliche Nutzer Transthermos seinen Betrieb verlagerte, wurde der Tunnel stillgelegt und an seinem Südportal mit einem Eisengitter verschlossen. Wegen bestehender Einsturzgefahr wurde 1998 die Achslast auf den darüber führenden Straßen beschränkt. Es ist vorgesehen, den Tunnel zu sanieren; dies wäre kostengünstiger als ein Abbruch oder eine Verfüllung mit Sand und würde zur Erhaltung eines bedeutenden Industriedenkmals des 19. Jahrhunderts beitragen. Seit Mitte der 1990er Jahre entsteht im Bereich des Altonaer Hafens ein neues Geschäftsviertel. Zu dessen Erschließung wird bis heute immer wieder über eine Reaktivierung des Tunnels für den öffentlichen Personennahverkehr mit Spurbus, Stadtbahn oder ähnlichem spekuliert. Aufgrund der hohen Kosten und der ungünstigen Lage zu anderen Verkehrsmitteln, insbesondere am Altonaer Bahnhof, wäre dies allerdings nur sehr aufwändig zu realisieren. http://www.hamburg.citysam.de/altona.htm Verein zur Rettung der Hafenbahn Hamburg-Altona e. V. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Altona-Kiel 1844 galt es auch, die Hafenanlagen am 28m tiefer gelegenen Elbufer anzuschließen. So entstand die "Schiefe Ebene", ein Rampengleis, das 1874-76 ein 395m langer Tunnel ersetzte. Altona wurde Zentrum der deutschen Fischindustrie, der Hafenbahntunnel "Lebensader", von der Fischerei, Fischhandel und Fischindustrie abhingen. Mit der Verlegung des Altonaer Bahnhofs nach Norden 1893-95 wurde auch der Tunnel auf nunmehr 961m verlängert. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem der Tunnel zeitweise als Luftschutzbunker diente, verlagerte sich der Fischtransport zunehmend auf die Straße. 1993 verließ der letzte Nutzer des Tunnels das Altonaer Elbufer. Seitdem steht er leer. Ziel des 1991 gegründeten Vereins ist es, die Anlage zu sichern und neue Erschließungsprojekte voranzutreiben. Ausstellungen, Denkschriften, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit dienen dieser Aufgabe und schärfen das Bewußtsein für die Rettung und Wiederinbetriebnahme dieses historischen Bauwerkes. Kontakt: Gisela Suermann Bernadottestraße 47, 22763 Hamburg Tel/Fax 040-880 88 47 "Sommerterasse Hafenbahnhof" in der Rainvilleterrasse 4, 22765 Hamburg in den Räumen der ehemaligen Seefahrtschule HamburgHISTORIE: Hamburg stellt die Kapitänsausbildung ein Von Peter Zerbe 27. August 2001, 00:00 Uhr WELT-Online Nach mehr als 250 Jahren kommt das Aus für die Seefahrtsschule. Nur noch 43 Studenten eingeschrieben Am 1. Oktober 1749 eröffnete der Mathematiker, Landvermesser und Zeichner Gerloff Hiddinga in seiner Wohnung am St. Katharinen-Kirchhof die erste staatliche Navigationsschule. Zunächst kamen zwölf Schüler zum Unterricht. Zuvor hatten sich angehende Seeleute von privaten Lehrern ausbilden lassen. Doch die Hamburger Admiralität drängte auf eine systematische Ausbildung. Die zunächst formlose Ausbildung bekam aber schon bald einen Rahmen verpasst. Von 1785 an mussten die Schüler eine Aufnahmeprüfung in Rechnen und Schreiben ablegen und 1808 wurde ein jährliches Examen eingeführt. Die Navigationsschule erwarb sich auf diese Weise schnell einen guten Ruf. Eine größere Veränderung trat mit der Reichsgründung 1871 in Kraft: Einheitliche Bestimmungen über die Ausbildung der Nautiker und die Besetzung mit Offizieren und Mannschaften. Und 1897 sind drei Steuermannsklassen und eine Schifferklasse an der Hamburger Navigationsschule eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg werden die beiden Ausbildungsstätten in Altona und Hamburg zur Seefahrtsschule Hamburg vereinigt, welche ihren Sitz an der Rainvilleterrasse erhält, wo sie noch heute arbeitet. 1979 gibt sich Hamburg ein Fachhochschulgesetz und gliedert die Seefahrtsschule und die Schiffsingenieurschule der Fachhochschule an. Bereits 1988 geht eine Ära zu Ende. Die Funkoffiziersausbildung wird eingestellt. Und zehn Jahre später bietet die Seefahrtsschule bereits keine Ausbildung für Nautiker mehr an. Technik und Nautik werden zusammengefasst und dann 1996 in die Ausbildung zum Schiffsbetriebsoffizier (SBO) für Deck und Maschine aufgenommen. Der Fachbereich Seefahrt wird aufgelöst. Diese Ausbildung übernimmt das im Mai 1994 gegründete Institut für Schiffsbetrieb, Seeverkehr und Simulation. Als Vorläufer von ISSUS war 1983 die Schiffsführungs- und Simulationsanlage "Susan" gestartet, um die Ausbildung der Nautiker zu verbessern und fahrende Offiziere der Handelsmarine weiterzubilden. Spätestens am 30. September 2005 endet in Hamburg eine mehr als 250 Jahre alte Tradition: Die Hamburger Seefahrtsschule stellt dann ihre Ausbildung von Schiffsbetriebsoffizieren ein, wenn die letzten sieben Studenten, die im Wintersemester 2000/2001 ihr Studium am Institut für Schiffsbetrieb, Seeverkehr und Simulation (ISSUS) begonnen haben, ihren Abschluss machen. Am Ende des Sommersemesters studierten noch 43 junge Menschen an der Seefahrtsschule. Im Jahr 1970 waren es rund 700 Studenten gewesen. Wer fährt denn heute noch zur See ? Robert R. Kühn Studr. i. R. vormals Seefahrtschule Hamburg ...Um 1960 erreichten die Bewerberzahlen einen Höhepunkt : 1959 standen an der Hamburger Seefahrtschule 750 Seefahrtschüler in der Ausbildung. ... Artikel aus dem Hamburger Abendblatt: Streit um Abriß der Seefahrtschule in Altona 3. April 2006, 00:00 Uhr Die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona stellt sich gegen einen möglichen Abriß des Gebäudes der ehemaligen Seefahrtschule auf dem historisch bedeutsamen Gelände an der Rainvilleterrasse (Ottensen). ... "Das Gebäude, das aus den frühen 30er Jahren stammt und typisch ist für die sogenannte ,weiße Moderne', ist nun akut bedroht. Es müßte unter Denkmalschutz gestellt werden", sagt Birte Pusback, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Altona. ... Auf dem Gelände war die erste staatliche Navigationsschule in Hamburg untergebracht, die Gerloff Hiddinga 1749 gegründet hatte. In der Seefahrtschule wurden Schiffsoffiziere ausgebildet - bis zur Schließung Ende 2005.neh |